Erasmus2017

 

Wir haben wieder ein
Austauschprogramm
an unserer Schule!
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Während des „EU-Tages“ in unserer Schule war auch Europa für junge Leute ein wichtiges Thema. Dabei stellt sich selbstverständlich nicht nur die Frage, wie wir etwas zur EU beitragen können, sondern auch: Wie können wir von der EU profitieren?
Ein Weg, wie junge Leute aus der Europäischen Union Vorteile ziehen können, ist das Erasmus+  Programm. Hierbei handelt es sich um ein umfangreiches Förderprogramm der EU, das junge Menschen unterstützt, die in einem europäischen Ausland studieren oder ein Praktikum absolvieren wollen. Doch es werden auch Austauschprogramme von Schulen gefördert, sodass Erasmus+ nun auch uns zugutekommen wird, da in diesem Schuljahr ein Schulaustauschprogramm mit drei weiteren Ländern begonnen wird.
Zwei Jahre lang werden 18 Schüler der 10. Klasse und 9. Klasse aktiv an diesem Projekt beteiligt sein, aber auch alle anderen Schüler sollen die Möglichkeit erhalten mitzumachen.
Der ganze Austausch steht hierbei unter dem Motto Barock, wobei hierbei eine Verknüpfung der Vergangenheit mit der Gegenwart vielleicht sogar mit der Zukunft geschaffen werden soll.
Das heißt, dass die digitale Technik während des gesamten Projekts eine tragende Rolle spielen wird. Und auch die künstlerischen Aspekte des Barock soll durch die moderne Technik kennengelernt und ausgearbeitet werden.
Neben dem Austausch zwischen verschieden Schulen soll vor allem die interkulturelle Erfahrung gestärkt werden.
Unsere Schule ist hierbei der erste Gastgeber und wird im Dezember insgesamt 18 Schüler und 6 Lehrer aus unseren Partnerschulen in Tschechien, Italien und Litauen empfangen.
Die Schüler werden bei den Familien der 18 teilnehmenden Schüler des RSGs untergebracht.
In Leipzig werden dann vor allem die Themen Musik, alles rund um Bach, Mode, Tanz  und historische Architektur behandelt. Dabei gehören sowohl die Besichtigung der Thomaskirche, ein Besuch beim Thomanerchor als auch die Erstellung eines Modejournals und ein Ausflug nach Dresden mit vielen Informationen zu August dem Starken dazu.
Ein Vorteil für uns alle: Da das Projekt großzügig von der EU gefördert wird, werden wir die Spuren des Austauschprogramms möglicherweise in neuer Technik für unsere Schule wiederfinden.

Doch wer sind nun unsere Austauschpartner?

Tschechien: In Neratovice, einer Stadt 20 km nördlich von Prag, befinden sich die Hauptverantwortlichen des Projekts. Von der tschechischen Partnerschule wurde das Konzept ausgearbeitet und die Durchführung des Projekts organisiert. Die Schule selbst hat schon Erfahrungen mit anderen internationalen Projekten und wird dazu beitragen, Geschichte anders als im Frontalunterricht erleben zu können, sowie Ausflüge nach Prag organisieren.

Italien: Die Schüler, die mit nach Italien reisen dürfen, werden das Glück haben, auf die Urlaubsinsel Sizilien fliegen zu dürfen, um dort eine Woche lang in einer barocken, 9000 einwohnerstarken Kleinstadt Weltkulturerbe zu erleben. Palazzolo Acreide weist viele architektonische Spuren des Barocks auf und hat eine außergewöhnliche Schule, in der besonders viel Wert auf Bildung im Bezug auf Menschenrechte, einem friedlichen, multikulturellem Zusammenleben und Respekt gegenüber Menschen und Umwelt gesetzt wird. Neben der Besichtigung von historischen Denkmälern, kleinen Schlössern und Kirchen und dem Erstellen eines barocken Kochbuches ist der italienischen Partnerschule das Überwinden von Grenzen und Vorurteilen wichtig.

Litauen: Hier ist unsere Partnerschule das Šilalės Simono Gaudėšiaus gimnazija, in Šilalė, einer Kleinstadt mit nur 5500 Einwohnern im Westen Litauens. Der Fokus dieser Schule liegt, ebenso wie bei uns, auf der Kunst und der Musik. Zudem wird an dieser Schule als Fremdsprache Deutsch unterrichtet, vielleicht ein Heimspiel für uns…

Sophia Salzberger, Silke Ritschel

unsere Teilnehmergruppe:



Montag, 4. Dezember 2017

Am Montagmorgen trafen sich alle in der Aula des RSG, um von unserem Direktor Herr Klingner begrüßt zu werden. Anschließend zeigten wir unseren Partnern die Schule und nahmen gemeinsam an einer Unterrichtsstunde teil, was aber nicht immer allen Spaß machte. Nach diesem anstrengenden Unterfangen tat es gut, sich in der Mensa am Buffet zu stärken. Daraufhin machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt und führten die Gäste über den Leipziger Weihnachtsmarkt und durch ein paar Läden. Zusätzlich zu einer Führung durch die Thomaskirche war eine Turmbesteigung geplant, die aufgrund eines Blitzeinschlages in diesen leider ausfallen musste.
Zuletzt stand noch eine Stadtführung, in der die Leipziger Sehenswürdigkeiten von uns vorgestellt wurden, auf dem Programm. Als Tagesabschluss gingen viele in einer multikulturellen Gruppe gemeinsam Pizza essen.
 

Dienstag, der 5. Dezember 2017

Für diesen Tag war die individuelle Arbeit in folgenden Gruppen geplant:
-Musik
-Tanzen
-Mode/ Fashion
-Dokumentation
Zuerst wurden wir aber von Frau Neumann über den 30-jährigen Krieg und seine Ursachen, Teilnehmer sowie Folgen informiert. Anschließend bemühten sich alle in ihren Workshops, deren Ergebnisse am Freitagabend präsentiert werden sollen. Am Abend dieses Tages stand eine Party auf dem Programm, bei der zusätzlich zu den Erasmus Teilnehmern Schüler unseres Gymnasiums eingeladen wurden. Den abendlichen Höhepunkt bildete der Auftritt der Band, die für grandiose Stimmung sorgte. Abschließend tanzten alle Nationen zusammen auf der Tanzfläche der Aula zu den Liedern des Djs.


Mittwoch, 6.Dezember 2017

Der Tag begann mit einem individuellen Besuch des Bachmuseums. Anschließend zeigten wir unseren Partnern typisch deutsche Küche im Restaurant „Schnitzel Culture“. Der folgende Programmpunkt beinhaltete eine Besichtigung der Leipziger Thomasschule und des sogenannten Alumnats, was selbst für uns Einheimische hochinteressant war, denn wir durften auch einen Blick in die Gemeinschaftsräume und in den Probensaal der Thomaner werfen. Das Ende des 3. spannenden Tages dieser Woche markierte das Bowling, welches jedem sehr viel Spaß machte, auch  wenn nicht alle einen Strike schafften.


Donnerstag, 7.Dezember 2017

Unser Programm begann 9 Uhr mit der Abreise der Erasmus Gruppe nach Dresden. Nach 2 Stunden Fahrt mit dem Bus hatten wir Freizeit in Sachsens Landeshauptstadt, die die meisten damit verbrachten, den Striezelmarkt zu erkunden. Anschließend unternahmen wir eine Stadtführung durch die barocke Altstadt. Dazu erklärte uns der Tour Guide jede Menge über die Architektur, wie zum Beispiel über die Frauenkirche und den Dresdener Zwinger. Abends besuchten wir das alljährliche Weihnachtskonzert des Robert-Schumann-Gymnasiums in der Liebfrauenkirche Leipzig. Alle Mitwirkenden, insbesondere die Chorsänger, waren sehr stolz, internationales Publikum zu begeistern. Am Ende war es somit ein Konzert voller Erfolg.


Freitag, 8. Dezember 2017

Der Freitag war unser letzter gemeinsamer Tag, der damit ausgefüllt war, unsere Arbeit in den Projektgruppen fortzusetzen und das abschließende Abendprogramm vorzubereiten.
Nachdem sich alle noch einmal in der Mensa gestärkt hatten, gab es noch eine letzte Generalprobe. Die Nachmittagsgestaltung war allen selbst überlassen, denn wir trafen uns erst wieder 17:30 Uhr,
 um noch die letzten Dinge zu klären und vor allem unsere Models aus der Fashion-Projektgruppe in ihre ausgearbeiteten Outfits zu bringen.
Während des Abschlussprogramms wurde jedes teilnehmende Land anhand einer Präsentation kurz vorgestellt, sowie gesungen, getanzt und eine Modenschau abgehalten.
Der Abend diente besonders dazu, den deutschen Gastfamilien zu zeigen, was wir in der gemeinsamen Woche auf die Beine gestellt hatten. Für das leibliche Wohl sorgten einige engagierte 11. Klässler unsrer Schule.
An diesem letzten gemeinsamen Abschlussfest lag die Betonung auf den neu entstandenen internationalen Verbindungen, aber wir mussten uns leider auch von unseren neu gewonnenen Freunden verabschieden.
Am Samstag brachten wir unsere Partner schließlich wieder an den Hauptbahnhof, aber wir werden uns immerhin alle bald wiedersehen!
Die Erasmus+ Projektwoche kam bei allen sehr gut an und hat ihren Zweck in jedem Falle erfüllt. Dieser bestand nämlich darin, interkulturelle Erfahrungen zu stärken und neue Freundschaften entstehen zu lassen.
Und das ist etwas, was wir alle aus diesen Tagen mitnehmen können.