Mathematik

Mathematikunterricht

ist oft Gegenstand öffentlicher Kritik. Dozenten, Eltern, Lehrer, Schüler, Lehrausbilder beklagen, dass das auf herkömmliche Weise vermittelte Wissen nicht ausreichend verfügbar ist (vergleiche auch TIMSS, PISA, ...).

Wir wollen etwas ändern!

Mathematik ist als Denktechnologie für alle Menschen wichtig. Hier muss Raum und Zeit sein, um im Sinne der Bildungsstandards

  • Probleme zu diskutieren
  • mathematisch begründet zu argumentieren und kommunizieren
  • zwischen verschiedenen Darstellungsformen zu wechseln und sinnvoll auszuwählen
  • Zusammenhänge zu erkennen und in die "Mathe- Sprache" zu übersetzen
  • die "Mathe-Sprache" wieder in die Realität zu übersetzen und zu überprüfen.

Zeit gewinnt man durch den Einsatz moderner Hilfsmittel (PC und Taschenrechner mit CAS), die den Rechenaufwand wesentlich minimieren, NICHT. Man benötigt den Mathematikunterricht als Zeit zum "Mathematik betreiben". Dadurch eröffnet sich zugleich eine Freiheit in der Wahl der Lernwege. Wir haben im Schuljahr 2004/2005 den ClassPad 300 (mit CAS und Geometriemodul) in allen achten Klassen eingeführt. Unsere Schüler beherrschen technische Geräte schnell. Diese Fähigkeit soll nun stärkere Berücksichtigung im Unterricht finden.

Die Intelligenz der Jugendlichen ist wieder gefragt. Selbstorganisiert und experimentell zu arbeiten, Fragestellungen und Aufgaben selbst zu entwickeln fördert Zielstrebigkeit und weckt den Stolz auf Vollbrachtes. Neben Einzelarbeit ist Partner- und Gruppenarbeit zugleich der Sozialkompetenz förderlich.
Die ermüdende Frage: "Wozu brauche ich DAS?" beantwortet sich nun von selbst.
Die Lernfähigkeit wird dadurch nachhaltig entwickelt- die Bedeutung für die Lebensbewältigung ist unumstritten! Die Lieblingsbeschäftigung des menschlichen Gehirns - das Denken - muss im Unterricht erlebbar werden.
Wie in den Fremdsprachen die Vokabeln, so ist natürlich auch in Mathematik Grundwissen in spannenden vielfältigen Übungen fleißig zu erarbeiten und Kalküle sind zu beherrschen.
Zur Überprüfung der Lernfortschritte sind deshalb Klassenarbeiten und Orientierungsarbeiten teilweise hilfsmittelfrei zu bearbeiten. Den größeren Teil werden aber zunehmend Experimentieren, Dokumentieren, Erläutern vorgegebener (CAS - erzeugter) Lösungen, inhaltliche Bewertungen usw. bilden.
Wir versprechen uns dadurch eine Steigerung der Eigenaktivität und der Eigenverantwortung für das persönliche Wissen und Können - und ganz nebenbei auch besseres Abschneiden in internationalen Vergleichen.

Diese Veränderungen erfordern eine neue Philosophie vom Lehren und Lernen, welche vom Lehrer und der Schulgemeinschaft ausgehen und die Schüler und Eltern erfassen soll.

Interessenten unserer Seite werden um Meinungen und Hinweise gebeten. Auch praktisch bedeutsame Fragestellungen, die mit mathematischen Mitteln lösbar sind, sind uns willkommen.

Nur gemeinsam können wir einen besseren Weg beschreiten.

verantwortlich: Petra Beck für den Fachbereich Mathematik