RSG-Bigband

Die Anfänge der RSG-Big Band des Robert Schumann Gymnasiums zu Leipzig-Lindenau reichen zurück bis in das Jahr 2001. Zu der Zeit trafen sich vier Schüler im Rahmen einer Projektarbeit zum gemeinsamen Musizieren und Improvisieren. Das Ergebnis präsentierten sie anschließend zum ,,Tag der offenen Tür“ in ihrer Schule. Die Resonanz des Publikums war mehr als ermutigend. So schien es nur folgerichtig, die Band zu einer feste Größe im kulturelle Leben eines musischen Gymnasiums wie der Robert-Schumann-Schule werden zu lassen. Zunächst arbeiteten sie eigenverantwortlich in jährlich wechselnder Besetzung weiter. Unterstützung bei den Probenarbeiten erfuhren sie durch einen Schlagzeuglehrer der Musikschule Leipzig.

Im Frühjahr 2004 übernahm Andreas Gutzschebauch die Leitung und sorgte für eine zielstrebige Organisation und Arbeitsatmosphäre. Hinzu kam Riccardo Eichler. Er kümmerte sich um Sound und Technik. In wöchentlichen Proben wurden seither sowohl Titel aus der klassischen Big-Band-Literatur der 1930er und -40er Jahre als auch Arrangements bekannter Titel aus der weitläufigen Popularmusik erarbeitet. Zweimal im Schuljahr fuhren alle zusammen zu einem Probenwochenende in die Nähe von Altenburg. Irgendwie begann sich das herumzusprechen. Die Mitgliederzahl wuchs. Inzwischen gehören zur RSG-Band 18 Schüler aus verschiedenen Schulen der Stadt Leipzig.

Vielfältige schulische und außerschulische Anlässe boten reichlich Möglichkeiten für Auftritte. Ein besonderer musikalischen Erfolg wurde die große Bühne der Musikalischen Komödie zu Leipzig im Rahmen der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen des Hauses „Robert-Schumann-Gymnasium“. Zu einer sehr schönen musikalischen Erfahrungen wurde im Frühjahr 2007 die Zusammenarbeit mit dem Humboldt-Gymnasium. Den Höhepunkt bildete im Juli des Jahres die Mitwirkung am Gewandhaus-Konzert mit den Chören des Gymnasiums sowie Studenten und Lehrkräften der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“.

Musikalisch orientiert sich die Band an einer Mischung aus Jazz, Rock-Jazz und Funk. Swing-Klassik steht neben Funk, eingängiges neben durchaus anspruchsvollem.
„It Don't Mean A Thing“ von Duke Ellington gehört zu den vielen wunderbaren Klassikern der Swing-Ära. Raffiniert verfeinerte Blues-Harmonik vermischt sich mit einer eingängigen Rhythmik zum Klang dieser Zeit. Die Aufnahme entstand zusammen mit dem Jugendchor des Humboldt Gymnasiums.

Mehr expressionistische Züge prägen den Titel ,,Big Tromb“ (Sandborn/Miller). Slap-Bass-Technik korrespondiert mit der expressiven Melodik Auf einer harten, stereotypen Basslinie baut sich ein percussives Geflecht der Melodieinstrumente auf, hier übertragen auf Posaune und E-Gitarre. Im unablässigen Verlauf der Rhythmik gibt nur eine refrainartig gesetzte Harmoniefolge für kurze Momente Raum zum Durchatmen.

(Toni Fehse, A.Gutzschebauch)

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