RSG-Band

 

Wenn am Donnerstag die Klingel das Ende der letzten Stunde verkündet, wird es hektisch in der Schule. Schüler und Lehrer strömen aus den Klassenzimmern und verlassen nach und nach das Schulhaus. Doch Ruhe kehrt nicht ein, es dauert nicht lange, da ist Musik aus der Aula zu hören - denn Donnerstag ist Probentag der RSG-Band.

Ausgangspunkt der neuen RSG-Band war die Aufführung des Musicals „Saitenverkehrt“ in der Musikalischen Komödie im Mai 2014. Aus Mitgliedern der RSG-Big Band (Historie siehe unten) und Schülern schuf Herr Gutzschebauch eine eigens für das Musical zusammengestellte Band. Während mehreren umjubelten Aufführungen des Musicals „Saitenverkehrt“ war die Band zu einem eingeschworenen Team zusammengewachsen. So fiel die Entscheidung nicht schwer, sich auch weiterhin regelmäßig unter der Leitung von Herrn Gutzschebauch zum Musizieren zu treffen.

 

Von diesem Zeitpunkt an wurden ständig neue Songs erarbeitet und die Band festigte sich in ihrer Besetzung. Zunächst spielte sie als ein Programmpunkt bei den Schulkonzerten, bis sie sich im Laufe der Zeit zu einer festen Größe im musikalischen Schullalltag etablierte.

Schrittweise wuchs das Repertoire, bis schließlich eigene Konzertabende gefüllt werden konnten. Dabei entstand ihr Alleinstellungsmerkmal, das auf dem Sound beruht, den die Rhythmusgruppe mit der charakteristischen Bläserfraktion erzeugt. Immer stärker wurde die positive Resonanz sowie die Unterstützung durch die Schüler und Lehrer, sodass die Band sich nun auch außerhalb der Schule auf die Bühne stellte.

Heute behauptet die Band ganz selbstbewusst von sich: „Wir spielen, was wir wollen – wie wir wollen.“ Musikalisch lässt sie sich dabei nur schwer in eine Schublade stecken. Viel zu abwechslungsreich ist der Sound der jungen Musiker, der von Pop über Ska bis Rock hin zu Soul reicht, wenn sie mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit alte Songs entstauben und mit frischer Politur auf die Bühne stellen.

Hierbei ist ihnen eines besonders wichtig: den Spaß, den sie beim Musizieren haben auch auf die Bühne zu bringen. In der Vergangenheit konnte die RSG-Band schon zu zahlreichen Konzerten (u.a. im Tonelli´s, dem Haus Leipzig, im Pool Garden, der MuKo und vielen RSG-Auftritten) beweisen, dass sich diese Freude dabei immer auf das Publikum überträgt. Mittlerweile ist der Terminkalender gut gefüllt und regelmäßig werden an verschiedenen Orten Konzerte gespielt. Daher lohnt es, sich auf Facebook und Instagram über aktuelle Veranstaltungen der RSG-Band zu informieren.







HISTORIE: RSG-Bigband

Die Anfänge der RSG-Big Band des Robert Schumann Gymnasiums zu Leipzig-Lindenau reichen zurück bis in das Jahr 2001. Zu der Zeit trafen sich vier Schüler im Rahmen einer Projektarbeit zum gemeinsamen Musizieren und Improvisieren. Das Ergebnis präsentierten sie anschließend zum ,,Tag der offenen Tür“ in ihrer Schule. Die Resonanz des Publikums war mehr als ermutigend. So schien es nur folgerichtig, die Band zu einer feste Größe im kulturelle Leben eines musischen Gymnasiums wie der Robert-Schumann-Schule werden zu lassen. Zunächst arbeiteten sie eigenverantwortlich in jährlich wechselnder Besetzung weiter. Unterstützung bei den Probenarbeiten erfuhren sie durch einen Schlagzeuglehrer der Musikschule Leipzig.

Im Frühjahr 2004 übernahm Andreas Gutzschebauch die Leitung und sorgte für eine zielstrebige Organisation und Arbeitsatmosphäre. Hinzu kam Riccardo Eichler. Er kümmerte sich um Sound und Technik. In wöchentlichen Proben wurden seither sowohl Titel aus der klassischen Big-Band-Literatur der 1930er und -40er Jahre als auch Arrangements bekannter Titel aus der weitläufigen Popularmusik erarbeitet. Zweimal im Schuljahr fuhren alle zusammen zu einem Probenwochenende in die Nähe von Altenburg. Irgendwie begann sich das herumzusprechen. Die Mitgliederzahl wuchs. Inzwischen gehören zur RSG-Band 18 Schüler aus verschiedenen Schulen der Stadt Leipzig.

Vielfältige schulische und außerschulische Anlässe boten reichlich Möglichkeiten für Auftritte. Ein besonderer musikalischen Erfolg wurde die große Bühne der Musikalischen Komödie zu Leipzig im Rahmen der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen des Hauses „Robert-Schumann-Gymnasium“. Zu einer sehr schönen musikalischen Erfahrungen wurde im Frühjahr 2007 die Zusammenarbeit mit dem Humboldt-Gymnasium. Den Höhepunkt bildete im Juli des Jahres die Mitwirkung am Gewandhaus-Konzert mit den Chören des Gymnasiums sowie Studenten und Lehrkräften der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“.

Musikalisch orientiert sich die Band an einer Mischung aus Jazz, Rock-Jazz und Funk. Swing-Klassik steht neben Funk, eingängiges neben durchaus anspruchsvollem.
„It Don't Mean A Thing“ von Duke Ellington gehört zu den vielen wunderbaren Klassikern der Swing-Ära. Raffiniert verfeinerte Blues-Harmonik vermischt sich mit einer eingängigen Rhythmik zum Klang dieser Zeit. Die Aufnahme entstand zusammen mit dem Jugendchor des Humboldt Gymnasiums.

Mehr expressionistische Züge prägen den Titel ,,Big Tromb“ (Sandborn/Miller). Slap-Bass-Technik korrespondiert mit der expressiven Melodik Auf einer harten, stereotypen Basslinie baut sich ein percussives Geflecht der Melodieinstrumente auf, hier übertragen auf Posaune und E-Gitarre. Im unablässigen Verlauf der Rhythmik gibt nur eine refrainartig gesetzte Harmoniefolge für kurze Momente Raum zum Durchatmen.

(Toni Fehse, A.Gutzschebauch)